Transformation in der Praxis
Gewinnen Sie Einblick in unsere Arbeit anhand von echten Beispielen direkt aus der Praxis…
Damit Sie einen Eindruck von unserer Arbeit gewinnen können, möchten wir Ihnen Success-Stories, Good Practices und weitere Praxisbeispiele aus unserem Konsortium vorstellen, die von der EU veröffentlicht wurden.
Das Unternehmen Wilhelm-Klein aus Südwestfalen erlebte während und nach der COVID-19-Pandemie ein starkes Wachstum, wodurch neue Mitarbeitende, Produkte und Prozesse entstanden und bestehende Arbeitsabläufe unübersichtlicher wurden. Dadurch kam es zu Problemen wie doppelter Arbeit, Kommunikationslücken und einem ERP-System, das den neuen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Um diese Herausforderungen zu lösen, wurde eine cloudbasierte Wissensinfrastruktur auf Basis von Microsoft SharePoint entwickelt und mit einer KI-gestützten Lösung kombiniert, die den Zugriff auf Dokumente und Wissen erleichtert. Mitarbeitende können über eine Chat-Oberfläche Informationen aus mehreren Dokumenten suchen, Antworten nachvollziehen, Fragen stellen und Feedback geben, wodurch Wissen kontinuierlich verbessert wird. Die Einführung dieses Systems führte zu einer erwarteten Reduktion der IT-Supportanfragen um über 60 % und fördert gleichzeitig Zusammenarbeit, Wissensaustausch und eigenständige Problemlösung im Unternehmen.
In einem Projekt wurde ein System entwickelt, das Patienten mithilfe eines mobilen Roboters (TEMI), Bewegungserkennung und adaptiver Musik zu zusätzlichen Reha-Übungen motiviert. Die Musik passt sich den Bewegungen der Patientinnen und Patienten an und macht das Training spielerischer, wodurch Motivation steigt und Schmerzen während der Übungen weniger wahrgenommen werden. Gleichzeitig erhalten Patientinnen und Patienten Feedback zu ihrer Körperhaltung, wodurch Übungen sicherer durchgeführt werden können. Studienergebnisse zeigen, dass das System sowohl die Motivation als auch die emotionalen Zustände vieler Patientinnen und Patienten verbessert und gleichzeitig Therapeutinnen und Therapeuten entlastet.
Digitale Lernlösungen, insbesondere Augmented Reality (AR), können dabei helfen, praxisnahes und flexibles Lernen zu ermöglichen. Im Pflegebildungszentrum in Siegen wurde deshalb ein AR-Lernszenario entwickelt, bei dem Auszubildende mithilfe einer AR-Brille Schritt für Schritt lernen, einen Schlaganfallpatienten vom Liegen in eine Sitzposition zu bringen. Ein Workshop mit Pflegeschülern zeigte, dass diese Methode das Verständnis, die praktischen Fähigkeiten und die Motivation der Lernenden verbessert. Insgesamt deutet das Projekt darauf hin, dass AR-Technologie die Pflegeausbildung modernisieren und langfristig zur Verbesserung der Versorgungsqualität beitragen kann.
Die IHK Düsseldorf erkannte die Notwendigkeit, Unternehmen in der digitalen Ära global zu vernetzen. Durch die Organisation hybrider Veranstaltungen, die sowohl physische als auch virtuelle Teilnahme ermöglichten, konnten sie eine breitere Zielgruppe erreichen und den Wissensaustausch fördern. Diese Herangehensweise ermöglichte es Unternehmen, internationale Kontakte zu knüpfen und gleichzeitig lokale Netzwerke zu stärken. Die Kombination aus Präsenz- und Online-Elementen steigerte die Flexibilität und Effizienz der Veranstaltungen erheblich.
Ein mittelständisches Unternehmen in Deutschland erkannte das Potenzial von ChatGPT zur Optimierung interner Prozesse. In Zusammenarbeit mit dem EDIH Südwestfalen wurden Schulungen durchgeführt, um Mitarbeiter im Umgang mit ChatGPT zu schulen. Dies führte zu einer verbesserten Effizienz in der Kundenkommunikation und internen Dokumentation. Die Mitarbeiter konnten Routineaufgaben automatisieren und sich auf strategisch wichtigere Tätigkeiten konzentrieren, was zu einer gesteigerten Produktivität führte.
Die Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve erkannte das wachsende Interesse an der Integration von ChatGPT in Unternehmensumgebungen. Sie organisierten Webinare und Workshops mit Fokus auf künstliche Intelligenz, Prompt Engineering und Datenschutz. Über 80 Mitarbeiter nahmen teil und erweiterten ihr Verständnis für die Funktionen von ChatGPT sowie dessen potenzielle Anwendungen und Risiken. Diese Initiative befähigte die Mitarbeiter, fundierte Entscheidungen über die Nutzung von ChatGPT in ihren Arbeitsabläufen zu treffen und ihr Wissen mit verbundenen Unternehmen zu teilen.
Der EDIH Südwestfalen entwickelte in Zusammenarbeit mit der Universität Siegen das EDIH Network Hub, um die Vernetzung zwischen deutschen EDIHs zu verbessern. Diese Plattform bietet Funktionen wie dedizierte „Spaces“ für spezifische Projekte, ein Event-Management-Tool, ein Dateifreigabesystem und ein Wiki für den Wissensaustausch. Diese Tools haben die Kommunikation und Zusammenarbeit erheblich verbessert, sodass EDIHs effektiver an komplexen Projekten arbeiten und Ressourcen effizient teilen können.
Als Reaktion auf die Herausforderungen, Teilnehmer in Online-Workshops zu engagieren, stellte der EDIH Südwestfalen Expertise zur Verfügung, um die Effektivität virtueller Veranstaltungen zu verbessern. Sie betonten die Bedeutung klarer Workshop-Beschreibungen, zielgerichteter Teilnehmeransprache und interaktiver Formate. Techniken wie der Einsatz von „Energizern“ zur Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit und die Einbindung verschiedener Online-Tools zur Ansprache unterschiedlicher Lerntypen wurden empfohlen. Diese Strategien führten zu einer erhöhten Teilnehmerbeteiligung und erfolgreicheren Online-Workshops.
Die gemeinnützige Organisation Digitalum Wittgenstein gGmbH führte den „Digitalum-Bus“ ein, ein mobiles digitales Labor, um digitale Kompetenzen in der ländlichen Region Siegen-Wittgenstein zu fördern. Der Bus bietet praktische Erfahrungen mit modernen Technologien und zielt darauf ab, Berührungsängste gegenüber digitalen Themen abzubauen und sicherzustellen, dass die ländliche Wirtschaft mit den digitalen Fortschritten Schritt hält. Das Projekt erhielt erhebliche Fördermittel und bezog Auszubildende in den Bau ein, wodurch praktische Lernerfahrungen ermöglicht wurden.
Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit BJB GmbH hat der EDIH Südwestfalen ein digitales Assistenzsystem eingeführt, um Prozesse auf dem Shopfloor effizienter und transparenter zu gestalten. Im Fokus standen die Standardisierung von Set-up-Prozessen, eine optimierte Fehlerkommunikation sowie die Digitalisierung der Schichtübergabe. Durch die neu entwickelte App „Automation Infotainment“ können Mitarbeiter nun intuitiv Anleitungen erstellen, Störungen gezielt melden und wichtige Informationen digital übermitteln – ohne zusätzlichen Zeitaufwand. Das Ergebnis: weniger Maschinenstillstände, effizientere Abläufe und nachhaltige Dokumentation.
Wie verändert eine neue Software die internen Prozesse eines Unternehmens? Gemeinsam mit dem Start-up work.mate untersucht der EDIH die Auswirkungen der Pre- und Onboarding-App auf Unternehmen. Ziel ist es, evidenzbasierte Erkenntnisse zu gewinnen, die sowohl work.mate als auch deren Kunden Mehrwert bieten. Durch regelmäßige Interviews mit neuen Nutzern schafft das Projekt Transparenz und liefert wertvolle Einblicke für die Weiterentwicklung der App.
Wie kann Künstliche Intelligenz den Einzelhandel unterstützen? Florian Breda vom EDIH Südwestfalen zeigte mehr als 30 Händlern anhand praxisnaher Beispiele, wie ChatGPT im Alltag helfen kann – von der Schaufenstergestaltung bis zur Rechnungsstellung. Dabei machte er deutlich, dass KI ein Hilfsmittel, aber kein Ersatz für Mitarbeitende ist. Neben den Potenzialen beleuchtete er auch die Grenzen und Risiken, insbesondere beim Datenschutz und der korrekten Anwendung. Sein Fazit: Wer KI gezielt und bewusst einsetzt, kann Arbeitsabläufe effizienter gestalten.