Agiles Projektmanagement verstehen und anwenden – Rückblick auf das Intensivseminar „Scrum Intensiv, agiles Projektmanagement & Künstliche Intelligenz“

Am 2. und 3. Februar 2026 fand an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede ein besonderes zweitägiges Intensivseminar von Prof. Dr. Elmar Holschbach statt: Erstmals nahmen Unternehmerinnen und Unternehmer gemeinsam mit Studierenden an einer Scrum-Intensivveranstaltung teil. Teilnehmende aus unterschiedlichen Branchen konnten sich so mit Studierenden intensiv mit agilen Methoden, dem Scrum-Framework und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Projektmanagement auseinandersetzen.

Zwei Tage voller Praxis, Austausch und neuer Impulse

Nur wenige Projekte verlaufen exakt nach Plan, diese Erfahrung teilen viele Unternehmen unabhängig von Branche oder Größe. Genau hier setzte das Seminar von Prof. Holschbach und Mitarbeiterin Annika Pilgrim an: Ziel war es, agiles Projektmanagement nicht nur theoretisch zu erklären, sondern erlebbar zu machen und konkrete Werkzeuge für den Projektalltag zu vermitteln.

Das Seminar kombinierte fundierte Theorieinputs mit interaktiven Übungen, Gruppenarbeiten und Simulationen. Der gemeinsame Lernraum von Wirtschaft und Hochschule erwies sich dabei als besonderer Mehrwert: Unternehmer brachten reale Projekt- und Praxiserfahrungen ein, während Studierende aktuelle Methodenkenntnisse, frische Perspektiven und wissenschaftliche Impulse beisteuerten. So konnten die Teilnehmenden Scrum nicht nur kennenlernen, sondern direkt anwenden und reflektieren, immer mit Blick auf reale Projektkontexte und aktuelle Herausforderungen vor mit Hinblick auf die Anwendbarkeit von Künstlicher Intelligenz im Projektumfeld.

Teil 1: Grundlagen, Scrum und KI im Projektmanagement

Der erste Seminartag startete mit einer gemeinsamen Einordnung: Was bedeutet Agilität im Unternehmenskontext wirklich? Welche Unterschiede bestehen zwischen klassischen und agilen Projektansätzen und wodurch zeichnen sich agile Organisationen aus?

Darauf aufbauend wurde das Scrum-Framework im Detail betrachtet. Im Fokus standen die Rollen im Scrum-Team, die einzelnen Events sowie die Bedeutung der Scrum-Artefakte. Ergänzt wurde dies durch eine praxisnahe Einordnung von Künstlicher Intelligenz im Projektmanagement: Von konkreten Anwendungsbeispielen über Chancen bis hin zu Grenzen.

Durch interaktive Übungen konnten die Teilnehmenden das Gelernte direkt anwenden, diskutieren und vertiefen. Der Austausch in der Gruppe trug dazu bei, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und eigene Erfahrungen einzubringen.

Teil 2: Agiles Arbeiten vertiefen und anwenden

Am zweiten Tag stand die praktische Anwendung agiler Techniken im Mittelpunkt. Nach einer kurzen Reflexion der Erkenntnisse aus Tag 1 arbeiteten die Teilnehmenden mit Methoden und (KI-)Tools wie User Stories, Planning Poker, Product Goal, Velocity und dem Scrum Board.

Anhand konkreter Beispiele wurde gezeigt, wie agile Methoden die Zusammenarbeit im Team verbessern, Transparenz schaffen und den Kundennutzen steigern können. Darüber hinaus ging es um die Fortschrittsmessung in agilen Projekten sowie um Strategien zur Skalierung von Scrum in größeren Organisationen.

Neben dem fachlichen Input kam auch der persönliche Austausch nicht zu kurz: Zusammenarbeit, Diskussionen und der gemeinsame Spaß am Lernen prägten den zweiten Seminartag.

Gemeinsames Lernen als Erfolgsfaktor

Ob mit Vorerfahrung im agilen Arbeiten oder als Neueinsteiger: Das Intensivseminar bot praxisnahes Wissen, konkrete Methoden und wertvolle Impulse für die tägliche Projektarbeit. Insbesondere das gemeinsame Format von Unternehmern und Studierenden zeigte eindrucksvoll, wie beide Seiten voneinander profitieren können: Praxisnahe Einblicke und reale Herausforderungen auf der einen Seite, methodische Tiefe, neue Denkansätze und Zukunftsperspektiven auf der anderen. Gleichzeitig nutzten die Teilnehmenden und Prof. Dr. Elmar Holschbach die Gelegenheit zum branchenübergreifenden Networking und zum intensiven Austausch über eigene Projekt- und Unternehmenserfahrungen.

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