Abschluss der Workshop-Reihe „Digital Scouts“

Mit der Workshop-Reihe „Digital Scouts“ wurde ein bewährtes Erfolgsformat erneut erfolgreich umgesetzt. Die Reihe hat sich in den vergangenen Durchläufen sowohl im EDIH Südwestfalen als auch im Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen etabliert und richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen sowie das Handwerk. Zwischen dem 11. September und dem 27. November 2025 kamen die Teilnehmenden in Essen, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr zusammen, um Digitalisierung praxisnah, strukturiert und unternehmensnah voranzubringen.

Im Zentrum stehen die „Digital Scouts“ – engagierte Mitarbeitende, die die digitale Transformation im eigenen Unternehmen von innen heraus anstoßen. Ziel der Reihe ist es, sie zu befähigen, eine aktive Vorreiterrolle einzunehmen, Digitalisierungsstrategien zu entwickeln, Vorbehalte abzubauen und den Austausch mit anderen Unternehmen zu nutzen. Charakteristisch für das Format ist die enge Verzahnung von kurzen Impulsen und intensiven Praxisübungen. Betriebsbesichtigungen sowie der Austausch mit Expert:innen sorgen zusätzlich für Anwendungsnähe und direkte Umsetzbarkeit.

Inhaltlich deckte die Reihe zentrale Bausteine der digitalen Transformation ab: von Geschäftsmodellanalyse und -innovation über Customer Journey Mapping bis hin zur Prozessmodellierung mit BPMN. Der vierte Workshop widmete sich schließlich dem Thema Change Management. Damit rückte die Frage in den Fokus, wie digitale Veränderungen im Unternehmen nicht nur geplant, sondern auch erfolgreich umgesetzt und kulturell verankert werden können.

Den Abschluss bildete am 27.11.2025 eine gemeinsame Veranstaltung mit dem traditionellen Technologierundgang durch die Lern- und Forschungsfabrik der Ruhr-Universität Bochum. Unter Moderation der EDIH-Mitarbeiter Timon Urs Knapp und Marius Knott reflektierten die Teilnehmenden zudem auf das Gelernte aus den vergangenen fünf Workshops.

Ermöglicht durch die Förderung der Europäischen Union war die Teilnahme kostenfrei. Die „Digital Scouts“-Reihe zeigt damit erneut, wie nachhaltige Unterstützung für den Mittelstand gelingen kann – strukturiert, praxisorientiert und mit echtem Mehrwert für die Unternehmen der Region.

Wandel, Vernetzung, Zukunft: Industriekonferenz Südwestfalen 2025

Gestern fand im Städtischen Saalbau in Iserlohn-Letmathe die Industriekonferenz Südwestfalen unter dem Motto „Wandel gemeinsam gestalten“ statt. Mehr als 250 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Unternehmen und Hochschulen kamen zusammen, um sich über die aktuellen Herausforderungen und Chancen der wirtschaftlichen Transformation in der Region auszutauschen.

Die Konferenz bot ein vielseitiges Programm aus Impulse‑Vorträgen, Praxisbeispielen und Netzwerkformaten, das die Dringlichkeit und Vielfalt des Strukturwandels in Südwestfalen widerspiegelte. In Keynotes und Diskussionsrunden wurden Themen wie Digitalisierung, nachhaltige Geschäftsmodelle, Fachkräftesicherung und die Zukunft der Industrie beleuchtet und gemeinsam mit den Teilnehmenden reflektiert. Hochrangige Sprecherinnen und Sprecher – darunter politische Vertreter aus NRW, Wirtschaftsvertreter und Expertinnen aus Wissenschaft und Praxis – unterstrichen die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit und gemeinsamer Innovationskraft für die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts.

Ein besonderer Fokus lag auf dem Austausch und der Vernetzung: Im Rahmen des „Marktes der Möglichkeiten“ hatten alle Gäste Gelegenheit, sich über konkrete Projekte, Initiativen und Förderangebote zu informieren und direkt ins Gespräch zu kommen. Das Format wurde sehr gut angenommen und bot Raum für wertvolle Begegnungen zwischen Unternehmensvertretern, Forscherinnen und Forschern sowie politischen Akteurinnen und Akteuren.

Auch der EDIH Südwestfalen war mit einem Team vor Ort vertreten und nutzte die Plattform, um Praxisprojekte, Unterstützungsangebote und zukünftige Aktivitäten im Bereich digitaler Transformation zu präsentieren. Durch direkte Gespräche mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern, interessierten Unternehmen und Netzwerkpartnern konnte der EDIH Einblicke in seine Arbeit geben und zeigen, wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und neue digitale Kompetenzen in der regionalen Wirtschaft greifbar gemacht werden.

Insgesamt zeigte die Industriekonferenz den starken Willen und die vielfältigen Anstrengungen in Südwestfalen, den Wandel aktiv zu gestalten, neue Impulse aufzunehmen und gemeinsame Lösungsansätze für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Die Veranstaltung hat nicht nur wichtige Perspektiven aufgezeigt, sondern auch die Bedeutung von Kooperation, Vernetzung und praxisnaher Unterstützung als Schlüssel für nachhaltige Entwicklung in der Region hervorgehoben.

 

Impressionen:

 

Sozio-Robotisches System im Praxistest – Projektentstehung, Chancen und Grenzen im Klinikalltag

Digitale Innovationen halten zunehmend Einzug in die Gesundheitsversorgung und verändern auch die Pflege – und wer könnte besser Ideen für diese Zukunft entwickeln als die Menschen, die schon selbst am Patientenbett stehen? Genau das war der Gedanke hinter einem gemeinsamen Projekt der Universität Siegen und der Diakonie in Südwestfalen. Gemeinsam mit den lokalen Pflegeschulen entstand das Projekt „Zukünftige Berufswelten in der Pflege – Deine Ideen“, bei dem Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler eigene Zukunftsszenarien für die Pflege entwickeln konnten.

Insgesamt nahmen vier Pflegeschulen, fünf Dozierende sowie 22 Auszubildende teil. Unterstützt von Forschenden aus den Bereichen Wirtschaftsinformatik und Neue Medien überlegten sie, wie digitale Helfer den Alltag in der Pflege erleichtern könnten. In Workshops wurden aktuelle Herausforderungen gesammelt, Zukunftsbilder entworfen und anschließend in kleinen Prototypen und Erzählungen – sogenannten „Care Fictions“ – umgesetzt.

Ein besonders anschauliches Beispiel stammt vom Pflegebildungszentrum der Diakonie: Gemeinsam mit ihren Pflegepädagoginnen entwickelten Auszubildende das Szenario „Digitale Unterstützung für Orientierung und Navigation im Krankenhaus“. Die Idee: Ein Roboter begleitet Patientinnen und Patienten durch das Krankenhaus, weist ihnen den Weg zu Untersuchungen oder Behandlungen und unterstützt damit Abläufe, in denen viele Mitarbeitende und Abteilungen involviert sind. Gleichzeitig entlastet er das Pflegepersonal, das so mehr Zeit für die eigentliche Betreuung der Menschen hat.

Zum Abschluss stellten die Projektgruppen ihre Ergebnisse nicht nur in den Schulen, sondern auch öffentlich vor – mit Gästen aus Politik, Angehörigen und Interessierten. Damit wurde deutlich: Pflege ist ein Beruf mit Zukunft, in dem digitale Innovationen eine wichtige Rolle spielen werden. Und die kommenden Fachkräfte im Kreis Siegen-Wittgenstein sind bestens vorbereitet, diese Zukunft aktiv mitzugestalten.

Ergebnisse und Perspektiven für die Pflegepraxis

Ein Pilotversuch am Jung-Stilling-Krankenhaus der Diakonie in Südwestfalen erprobte anschließend den Serviceroboter Temi im Klinikalltag. Über einen Zeitraum von zehn Tagen begleitete er Patientinnen auf einer gynäkologischen Station beispielsweise bei der Aufnahme oder auf dem Weg ins Arztzimmer – mit dem Ziel, das Pflegepersonal zu entlasten.

Die Reaktionen der Patientinnen waren überwiegend positiv: Viele zeigten sich neugierig, lobten den Einsatz als „super“ oder „richtig gut“ und verabschiedeten sich am Ende sogar persönlich bei Temi. Auch Angehörige waren interessiert und hielten den Einsatz des Roboters fotografisch fest.

Das Pflegepersonal sah sowohl Chancen als auch Grenzen. Besonders positiv hervorgehoben wurde Temis ruhige und gleichmäßige Art der Kommunikation sowie sein Potenzial, Routineaufgaben zu übernehmen und so Zeitressourcen freizusetzen. Gleichzeitig wurde deutlich: Bestimmte Aufgaben – etwa der Umgang mit komplexen emotionalen Situationen – bleiben weiterhin klar in menschlicher Hand. Während einige Pflegekräfte Temi als „frischen Wind“ erlebten, äußerten andere zunächst Skepsis. Mit zunehmender Erfahrung zeigte sich jedoch: Der Roboter ist keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung – und genau so soll er verstanden werden.

Technische Herausforderungen und Entwicklungspotenzial

Wie bei vielen neuen Technologien zeigte sich in der Praxis, dass noch nicht alles reibungslos funktioniert. Temi konnte beispielsweise Türen nicht selbstständig öffnen und benötigte teilweise Unterstützung bei der Navigation oder Darstellung von Texten. Auch die stabile Internetverbindung spielte eine wichtige Rolle für seine Einsatzfähigkeit. Diese Punkte verdeutlichen, wo das System noch verbessert werden kann.

Statt als Mängel wurden diese Erfahrungen von den Beteiligten jedoch als wertvolle Hinweise gesehen: Sie zeigen, worauf es bei einer Weiterentwicklung ankommt – etwa mehr Benutzerfreundlichkeit, höhere Zuverlässigkeit und eine noch stärkere Anpassung an die Bedürfnisse von Patientinnen und Pflegepersonal.

Für die Zukunft wird entscheidend sein, die technische Stabilität weiter zu erhöhen und die Interaktion an den Klinikalltag anzupassen – etwa durch langsamere Fahrgeschwindigkeit, visuelle Unterstützung oder mehrsprachige Bedienoptionen. Gelingt dies, könnte Temi tatsächlich einen wichtigen Beitrag leisten: als verlässlicher Helfer für Routinetätigkeiten, der Pflegekräfte unterstützt, ohne das persönliche Verhältnis zwischen Pflegenden und Patientinnen zu ersetzen.

Innovation in Bewegung: Der INNO-WALK auf dem 3 TürmeWEG

Neue Ideen entstehen selten auf Knopfdruck – und noch seltener zwischen vier Seminarraumwänden. Genau deshalb haben wir mit dem INNO-WALK ein völlig neues Format ausprobiert: einen Innovationsworkshop beim Wandern in der Natur, kombiniert mit intensivem Networking.

Raus aus dem klassischen Setting, rein in die Bewegung. Denn wer den Kopf frei bekommt, schafft Raum für neue Perspektiven. Ein gemeinsamer Spaziergang durch die Natur öffnet oft Denkweisen, die im Büroalltag verborgen bleiben. Die rund 11 Kilometer lange Strecke führte über den bekannten Premiumwanderweg 3 TürmeWEG – und bot unterwegs reichlich Raum für kreative Gedanken, inspirierende Gespräche und intensiven Austausch unter den Teilnehmenden.

Für viele Teilnehmende war der INNO-WALK nicht nur ein fachlicher Impuls, sondern auch eine Gelegenheit, Hagen mit seinen historischen Türmen und ihrer Geschichte aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. Das Format hat gezeigt: Innovation braucht Bewegung. Austausch braucht Begegnung. Und manchmal entstehen die besten Ideen genau dann, wenn man gemeinsam neue Wege geht.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden für den wertvollen Austausch, die Offenheit und die inspirierenden Gespräche.

Innovationtrip: Zwei Tage voller Inspiration, Austausch und Zukunftstechnologien

Welche Auswirkungen hat Künstliche Intelligenz schon heute und wie wird sie unsere Zukunft prägen? Dieser Frage sind EDIH-Konsortialpartner HAGEN.WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG und die Gesellschaft zur Wirtschafts- und Struktur­förderung im Märkischen Kreis gemeinsam mit 20 Unternehmensvertreter:innen aus Südwestfalen beim Inno-Trip KI Bremen nachgegangen. Zwei Tage lang haben wir spannende Einblicke in aktuelle Anwendungen, Forschungsfelder und Zukunftsperspektiven der KI erhalten – und dabei viele neue Kontakte geknüpft.

 

Unsere Stationen in Bremen

Der Inno-Trip führte uns zu verschiedenen Unternehmen und Institutionen, die auf ganz unterschiedliche Weise an der Zukunft mit Künstlicher Intelligenz arbeiten:

  • Zauberzeug GmbH – Robotik und KI im Agrarbereich, ausgezeichnet mit einem Innovationspreis
  • DIGITAL HUB INDUSTRY Bremen – das Herzstück für Innovation und Wissenstransfer im Bereich KI
  • Airbus Bremen – Einblicke in die Produktion für Luft- und Raumfahrt
  • Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) Bremen – Spitzenforschung im Bereich KI-Robotik

 

Netzwerken und besondere Momente

Neben fachlichem Input stand auch der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Ein echtes Highlight war unser gemeinsames Abendessen an Bord der Alexander von Humboldt – ein perfekter Rahmen, um die Gespräche zu vertiefen und neue Verbindungen zu knüpfen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für die praxisnahen Einblicke, die inspirierenden Vorträge und den intensiven Austausch. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Blick über den Tellerrand – und darauf, wieder gemeinsam die Zukunft der Innovation zu erkunden!

 

Impressionen

 

Digitale Onboarding-Prozesse im Praxistest: Einblicke in die Begleitstudie mit work.mate

Die Universität Siegen und die Fachhochschule Südwestfalen haben im Rahmen des EDIH Südwestfalen das Start-up work.mate bei der Einführung seines App-basierten Onboarding-Assistenten begleitet. Im Fokus der wissenschaftlichen Begleitstudie stand die Frage, wie sich der Onboarding-Prozess für Unternehmen und neue Mitarbeitende durch den Einsatz der Software verändert.

Zu Beginn wurden zunächst die bestehenden Onboarding-Prozesse in den Unternehmen analysiert. In Interviews mit neuen Mitarbeitenden, Auszubildenden und HR-Verantwortlichen ging es nicht nur um organisatorische Abläufe, sondern auch um soziale und emotionale Aspekte, die das Onboarding prägen. Dabei zeigten sich unternehmensübergreifend folgende Herausforderungen:

  • Onboarding wird oft als mühsam oder unstrukturiert erlebt – von beiden Seiten
  • Wissen und Abläufe sind häufig fragmentiert und wenig dokumentiert
  • Rund 90 % der Zeit entfallen auf Formulare, Druckvorgänge, Wartezeiten und wiederholte Rückfragen
  • Emotionen wie Unsicherheit, Nervosität oder Angst sind alltägliche Begleiter in den ersten Tagen

Interessanterweise bewerteten neue Mitarbeitende das Onboarding dennoch meist als „ganz okay“ – oft mit der Begründung: „Ich habe schon Schlimmeres erlebt.“ Gleichzeitig gaben sie an, dass ihnen ein gutes Onboarding sehr wichtig sei – im Schnitt mit 9 von 10 Punkten. Die ersten Tage sind geprägt von vielen offenen Fragen: Wo kann ich parken? Wer ist meine Ansprechperson? Wie funktionieren bestimmte Abläufe?

Viele berichteten davon, dass sie zwar wüssten, dass nicht erwartet werde, sich alles sofort zu merken – dennoch wollten sie einen guten Eindruck hinterlassen. Umso frustrierender sei es, wenn sie Informationen nicht eigenständig nachlesen könnten.

Hier setzte der Onboarding-Assistent von work.mate an – und zeigte Wirkung. Die App bietet neuen Mitarbeitenden eine strukturierte, jederzeit zugängliche Vorbereitung. Sie vermittelt Sicherheit, reduziert Unsicherheiten und senkt das Stressniveau. Fragen wie „Wo darf ich parken?“ gehören der Vergangenheit an. Ein persönlicher Mentor als fester Ansprechpartner schafft Vertrauen und erleichtert die Kontaktaufnahme – schon vor dem ersten Arbeitstag. Auch für HR bringt die App erhebliche Entlastung: Formulare und Unterlagen werden digital ausgefüllt und unterschrieben, nur noch Vertrag und QR-Code müssen gedruckt werden – das spart rund 90 % Papier. Alle Informationen stehen zentral zur Verfügung, Rückfragen reduzieren sich auf konkrete Einzelfälle. Im Schnitt lassen sich so pro Neueinstellung rund drei Stunden Arbeitszeit einsparen, die stattdessen in strategische Aufgaben fließen können.

Unsere Studie macht deutlich: Ein „okayes“ Onboarding reicht nicht aus, wenn der Einstieg zählt.

Der digitale Assistent von work.mate zeigt, wie technische Lösungen Orientierung schaffen, emotionale Belastungen verringern und HR wirksam entlasten können. Entscheidend ist dabei nicht nur die eingesparte Zeit, sondern die Qualität des Starts – und das Gefühl, von Anfang an gut aufgehoben zu sein. Drei Stunden Zeitersparnis pro Neueinstellung, 90 % weniger Papierverbrauch und signifikant weniger Rückfragen zeigen: Die App schafft echte Entlastung und legt die Grundlage für ein strukturiertes, modernes Onboarding, das Mitarbeitende wie Unternehmen überzeugt.

Wirtschaft trifft Wissenschaft: Der Practitioner Day bei C&T 2025

Vom 20.–23. Juli 2025 wurde die Universität Siegen zum internationalen Treffpunkt für Forschung und Praxis: Die Communities & Technologies 2025 brachte unter dem Motto „Approaching the Future, Embracing the Past“ Wissenschaftler:innen und Unternehmen zusammen, um gemeinsam zu diskutieren, wie Technologien Gemeinschaften prägen und wie Gemeinschaften technologische Entwicklungen mitgestalten.

Ein besonderes Highlight war der Practitioner Day am 22. Juli. Hier stand nicht die Theorie, sondern der konkrete Transfer in die Praxis im Mittelpunkt. In interaktiven Formaten tauschten sich Teilnehmende zu Fragen der digitalen Transformation, zu KI-Anwendungen und zu Unterstützungsangeboten für KMU aus. Der Tag bot Raum für offene Diskussionen, neue Perspektiven und vor allem für den direkten Dialog zwischen Forschung und unternehmerischem Alltag.

Der EDIH Südwestfalen war nicht nur Teil des Programms, sondern aktiv an der Konzeption des Practitioner Day beteiligt. Mit zwei praxisnahen Workshops setzte der EDIH Südwestfalen gezielte Impulse für den Mittelstand. Gemeinsam mit dem EDIH Dortmund und dem EDIH Rheinland wurden konkrete Unterstützungsangebote im digitalen Wandel vorgestellt – von „Test before Invest“ über Qualifizierungsmaßnahmen bis hin zu Förder- und Vernetzungsmöglichkeiten. Im zweiten Workshop drehte sich alles um den Einsatz von Large Language Models (LLMs) in Unternehmen. Diskutiert wurde praxisnah, wann sich ein Finetuning lohnt, wie passende Anwendungsfälle identifiziert werden können und welche organisatorischen sowie technischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen.

Der Practitioner Day hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis ist. Für den EDIH Südwestfalen war die Veranstaltung ein starkes Signal: Digitale Transformation gelingt dann am besten, wenn Know-how geteilt, Erfahrungen offen diskutiert und Lösungen gemeinsam entwickelt werden.

Rückblick auf „Mittelstand goes KI“: Impulse, Austausch und echte Praxisbeispiele

Was bedeutet KI für die Zukunft der Arbeit im Mittelstand? Welche Chancen bietet sie und welche Herausforderungen bringt sie mit sich? Genau diesen Fragen widmete sich die Veranstaltung „Mittelstand goes KI“, die am 12. Juni 2025 vom Zukunftszentrum KI NRW in der Rheinterrasse Düsseldorf ausgerichtet wurde.

An unserem stand wurde ein digitales Assistenzsystem mit Fokus auf Wissensmanagement vorgestellt; eine Schlüsseltechnologie für die erfolgreiche digitale Transformation im Mittelstand. Im Austausch mit zahlreichen Unternehmen konnten wertvolle Impulse und konkrete Bedarfe diskutiert werden. Besonders deutlich wurde: Wissen gezielt zugänglich zu machen und effizient zu verwalten, ist entscheidend, um Mitarbeitende aktiv in Veränderungsprozesse einzubinden und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Unser Fazit: KI ist ein Gewinn, wenn wir sie gemeinsam gestalten. „Mittelstand goes KI“ hat gezeigt, wie groß das Potenzial von KI ist – nicht nur für die technologische Weiterentwicklung von Unternehmen, sondern auch für die Neugestaltung von Arbeit. Die Kombination aus strategischem Denken, praktischer Anwendung und offenem Dialog macht die Veranstaltung zu einem wichtigen Baustein auf dem Weg in eine digital und sozial nachhaltige Zukunft.

Wir bedanken uns beim Zukunftszentrum KI NRW für die gelungene Veranstaltung und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit für eine KI-getriebene, aber menschenzentrierte Transformation im Mittelstand!

Digitalisierung trifft Energiewende – zu Gast bei Condensator Dominit

Am 4. April 2025 war der EDIH Südwestfalen auf der Hausmesse des Unternehmens Condensator Dominit in Brilon vertreten. Anlass der dreitägigen Veranstaltung war das 20-jährige Firmenjubiläum des Unternehmens. Der zweite Messetag – der Stakeholder-Tag – stand ganz im Zeichen der Energiewende und brachte rund 130 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verbänden zusammen.

Frank Ghola und Sabrina Nöhmke am Infostand des EDIH Südwestfalen

An unserem Messestand stellten die Kolleg:innen der FH Südwestfalen praxisnahe Digitalisierungslösungen vor. Im Fokus stand dabei ein digitales Assistenzsystem, das Unternehmen dabei unterstützt, interne Prozesse effizienter zu gestalten. Darüber hinaus wurden Ansätze für Innovations- und Kreativitätsmanagement vorgestellt – zentrale Themen für Unternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Wandel stärken möchten.

Wir bedanken uns herzlich bei Condensator Dominit für die Einladung und die gelungene Organisation.

EDIH Südwestfalen auf der elektrotechnik25: Drei Tage voller Innovation und Zukunftstechnologien

Die Messe elektrotechnik25 in Dortmund ist erfolgreich zu Ende gegangen – drei Tage voller spannender Impulse, Fachgespräche und technologischer Innovationen in den Bereichen Gebäude-, Energie- und Industrietechnik. Mit rund 400 Ausstellenden aus 12 Ländern und 18.700 internationalen Fachbesuchern wurde deutlich, welche Bedeutung diese Themen für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region haben.

Mit dabei: EDIH Südwestfalen

Gemeinsam mit wisnet e.V. und dem Mittelstand-Digital Zentrum WertNetzWerke haben wir auf der Messe einen Stand betreut, unsere Projekte vorgestellt, wertvolle Gespräche mit Fachbesuchern geführt und spannende Kontakte geknüpft. Unser Fokus lag dabei auf der digitalen Transformation im Mittelstand, insbesondere auf den Potenzialen von Künstlicher Intelligenz (KI) für industrielle Anwendungen.

Team des EDIH Südwestfalens auf der elektrotechnik25

Highlights der Messe

Ein besonderes Highlight war der Business-Treff „KI auf dem Weg zum Game Changer“, bei dem Expert:innen wie Prof. Dr. Erich Behrendt, Sonja Pfaff, Prof. Dr. Iris Lorscheid und Jörg Demtröder wertvolle Einblicke zur strategischen Nutzung von KI im Mittelstand gaben. Moderiert von Dr. Olaf Röper, bot die Diskussion praxisnahe Impulse, wie Unternehmen die Chancen der KI bestmöglich für sich nutzen können.

Darüber hinaus begeisterte der 3D-Showroom Metaversum von wisnet e.V. und dem Mittelstand-Digital Zentrum WertNetzWerke viele Besucherinnen und Besucher. Dieses innovative Konzept veranschaulichte eindrucksvoll, wie digitale Lösungen und immersive Technologien Geschäftsprozesse revolutionieren können.

Inspirierende Gespräche und wertvolle Kontakte

Während der Messe haben wir zahlreiche Gespräche mit Unternehmen und Interessierten geführt, die sich für die Digitalisierung im Mittelstand und den Einsatz neuer Technologien begeistern. Besonders wichtig war uns der persönliche Austausch darüber, wie EDIH Südwestfalen Unternehmen in der Region aktiv unterstützen kann.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Besuchern, Speakern und Organisatoren für die inspirierenden Tage auf der elektrotechnik25. Die wertvollen Impulse aus den Diskussionen und Präsentationen werden wir in unsere weiteren Projektangebote einfließen lassen.

Wir freuen uns darauf, den Dialog mit Ihnen fortzusetzen und die digitale Transformation in Südwestfalen weiter voranzutreiben!