Makerthon Hagen: Wenn aus Ideen konkrete Lösungen werden
Ein ganzes Wochenende lang verwandelte sich die erste Etage des M12 in einen kreativen Hochleistungsraum. 30 Studierende – überwiegend von der Fachhochschule Südwestfalen – stellten sich sechs realen Herausforderungen regionaler Industriebetriebe. Die Aufgabe: In nur 24 Stunden tragfähige Konzepte entwickeln, die echten Mehrwert liefern.
Der Makerthon – eine Kombination aus „Make“ und „Marathon“ – setzt bewusst auf Tempo, Teamarbeit und Praxisnähe. Statt theoretischer Fallstudien arbeiteten die Teams an konkreten Fragestellungen aus Unternehmen der Region Südwestfalen. Kommunikation auf Englisch, interdisziplinäre Gruppen, hoher Zeitdruck – die Bedingungen waren anspruchsvoll. Genau das machte den Reiz aus. Die Themen reichten von digitalem Vertrieb über nachhaltige Innovationen bis hin zur Erschließung neuer Märkte. Für viele Betriebe steht die Industrie vor einem tiefgreifenden Transformationsprozess – neue Geschäftsmodelle, Digitalisierung, Klimaanforderungen und Fachkräftesicherung inklusive. Genau hier setzte das Format an: frische Perspektiven von außen, kombiniert mit unternehmerischer Realität. Am Samstag präsentierten die Teams ihre Ergebnisse vor einer Fachjury aus Wirtschaft und Hochschule. Bewertet wurden Innovationsgrad, Umsetzbarkeit und strategischer Nutzen.
Mehr als ein Wettbewerb
Für SCHLAGER Industrieofenbau entwickelten Studierende eine digitale Vertriebslösung, die Prozesse effizienter gestaltet und unnötige Kundentermine reduziert. Ein Konzept, das unmittelbar einsetzbar ist. Mehrere Unternehmen luden ihre Teams im Anschluss zu weiterführenden Gesprächen ein, um die Ansätze zu vertiefen. Genau hier zeigt sich der eigentliche Mehrwert: Der Makerthon war nicht nur Ideenschmiede, sondern auch Talentplattform.
Ein Format mit Zukunft
Der erste Industrie-Makerthon im M12 hat gezeigt, wie viel Potenzial in der Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft steckt. In nur 24 Stunden entstanden praxistaugliche Konzepte, neue Netzwerke und konkrete Anknüpfungspunkte für weitere Kooperationen. Gerade im industriell geprägten Südwestfalen ist die Sicherung von Fachkräften ein strategisches Thema. Formate wie dieses schaffen direkte Kontakte zwischen engagierten Studierenden und Unternehmen – praxisnah, auf Augenhöhe und mit echtem Mehrwert für beide Seiten.





